Symposium in Hamburg in November 2011
Japan und Deutschland: Kulturaustausch zwischen den Bürgern damals und heute
Eine Dialog-Veranstaltung mit Filminstallation
am Freitag 18.11. und Samstag 19.11.2011
Anlässlich der 150jährigen Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, sollen der gegenwärtige Kulturaustausch der beiden Länder thematisiert und mit seinen historischen Wurzeln verknüpft werden. Neben Expertenvorträgen und Diskussionsrunden am Asien-Afrika-Institut wird eine Videoinstallation der Filmemacherin Brigitte Krause präsentiert.
Am zweiten Veranstaltungstag schließt sich ein Stadtteilrundgang in Ottensen mit einer Podiumsdiskussion im Stadtteilzentrum Motte mit an. „Unser Projekt folgt dem Motto Die Uni in die Stadt und die Stadt in die Uni!“ sagt Noboru Miyazaki (Asien-Afrika-Institut/ Japanisch-Deutscher Stadtteildialog) und „Wir wollen mit Experten aus Japan auch über die Folgen von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall sowie über Möglichkeiten des bürgernahen sowie politisch und ökologisch nachhaltigen künftigen Wiederaufbaus diskutieren“.
Das Grußwort wird Prof. Dr. Gabriele VOGT von der Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut sprechen. Danach folgt die Panel-Reihe mit Prof. Dr. Morikuri Shigekazu (Wiederaufbau der zerstörten Stadtteile mit Bürgerbeteiligung nach dem Erdbeben Kobe. Wie geht es weiter nach dem 11. März 2011 in Tohoku?) und Prof. Dr. Yamamoto Toshiya (Stadteilentwicklung von Mukojima/Tokio und Gentrifizierung durch „Skytree“, den höchsten Fernsehturm der Welt in Mukojima).
Die Videoinstallation‚ Bando-wenn Feinde Brüder werden‘ von Brigitte Krause beschäftigt sich mit dem japanischen Kriegsgefangenlager BANDŌ, wo während des Ersten Weltkrieges deutsche Kriegsgefangene interniert waren. Das Kriegsgefangenenlager zeigt, dass auch in einer menschlichen Grenzerfahrung Feinde Brüder werden können; so wurde das Lager zum Sinnbild der deutsch-japanischen Freundschaft. 1918 ist dort zum ersten Mal Beethovens „Ode an die Freude“ zu hören, deren Schlusssatz die heimliche Nationalhymne Japans wird.
Ort:
Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Abteilung für Sprache und Kultur Japans
Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel West, 20146 Hamburg / S-Bahn Dammtor
Motte-Stadtteilzentrum, Eulenstraße 43, 22765 Hamburg-Altona/Ottensen
Nähere Informationen zur Veranstaltung:
Noboru Miyazaki email: or8a002@uni-hamburg.de; Filminstallation: ewvev@aol.com
Veranstalter:
Eine Veranstaltung der Universität Hamburg (Abteilung für Sprache und Kultur Japans) mit East-West-Visions e.V. und dem Japanisch-Deutschen Stadtteildialog.
In Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde Hamburg, der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg, der Behörde für Wissenschaft und Forschung, dem Motte Stadtteil + Kulturzentrum und dem Stadtteilarchiv Ottensen.
IN ENGLISH
Stadtteildialog + University of Hamburg is organizing a meeting about the history of cultural exchange between Japan and Germany (150th anniversary).
Some of the issues:
+ Reconstruction after the earthquake with civil participation in Kobe 1995 - and in Tohoku 2011 (Prof. Dr. Morikuri Shigekazu)
+ Gentrification in Mukojima/Tokio through „Skytree“, the highest TV-tower of the world (Prof. Dr. Yamamoto Toshiya)
+ Video-installation by Brigitte Krause about “Bando”, a 1st World-war-prison for Germans in Japan
